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Prostatakrebs

Informationen für Betroffene und Angehörige

Entstehung

Krebs entsteht dadurch, dass bei den betroffenen Zellen die Regulation von Wachstum und Teilung gestört ist und unkontrolliert abläuft. Da diese veränderten Zellen den gesunden ähnlich sind, ist das Immunsystem oft nicht in der Lage, ihnen entgegenzuwirken. Siedeln sich Zellen eines bösartigen Tumors ab und gelangen durch die Blutbahn oder die Lymphgefäße in andere Körperteile, können sie sich an entfernten Körperstellen niederlassen und Tochtergeschwulste bilden, sog. Metastasen. Die Bildung von Metastasen verringert die Heilungschancen einer Krebserkrankung.

Die Ursachen von Krebs sind vielfältig und z. T. noch nicht vollständig erforscht. Auch beim Prostatakrebs sind die möglichen Ursachen und Risikofaktoren noch nicht vollständig geklärt. Zu den bereits bekannten Risikofaktoren gehören neben allgemein gesundheitsbeeinträchtigendem Lebenswandel, z. B. durch eine fettreiche Ernährung, auch die Faktoren Alter und Erkrankungen in der Verwandtschaft.

Zusammen mit dem Lebensalter steigt bei Männern auch das Erkrankungsrisiko in Bezug auf Prostatakrebs an. Besonders ab einem Alter von 50 Jahren treten gehäuft Prostataveränderungen auf. Das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, ist bei Männern, in deren verwandtschaftlichem Umfeld sich bereits erkrankte Männer befinden, höher als bei Männern ohne diesen Faktor. So ist das Erkrankungsrisiko für Männer ungefähr doppelt so hoch, wenn entweder ihr Vater oder ein Bruder an Prostatakrebs erkrankt ist. Sind sowohl der Bruder als auch der Vater Prostatakrebspatienten, ist das Risiko für den Bruder bzw. Sohn noch höher. Bei einer erblichen Vorbelastung wird den Betroffenen nicht nur besonders angeraten, regelmäßig Früherkennungsuntersuchungen durchführen zu lassen, sondern diese auch früher als andere Männer zu beginnen, da bei dieser Risikogruppe auch zu beobachten ist, dass sie in einem jüngeren Alter erkrankt.

Unter anderem dadurch, dass herausgefunden wurde, dass Eunuchen nicht an Prostatakrebs erkranken, wurde gefolgert, dass eine Entstehung eines Prostatakarzinoms nicht ohne die Existenz des männlichen Geschlechtshormons möglich ist.

Tückisch ist beim Prostatakrebs, dass er im frühen Stadium meistens keine bemerkbaren Beschwerden verursacht. Bei einer Untersuchung wäre ein Tumor allerdings bereits im Frühstadium feststellbar. Durch die Lage der Prostata (vor dem Mastdarm) ist es einem Arzt möglich, die Prostata durch den Mastdarm hindurch abzutasten. Bei dieser sog. rektalen Tastuntersuchung, die auch Bestandteil der gesetzlichen Früherkennungsuntersuchung ist, können Veränderungen an der Prostata schon früh festgestellt werden.

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Prostatakrebs-News von Curado.de

  • Ultraschalluntersuchung zur Diagnostik von Prostatakrebs: Urologen initiieren Studie 18.05.2012
    Die S3-Leitlinie Prostatakrebs, die unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) entwickelt wurde, hat in ihrer aktuellen Version vom Herbst 2011 auch Bild gebende Verfahren in der Diagnostik des Prostatakarzinoms bewertet. Einige in der täglichen Praxis bereits zum Teil häufig angewendete Verfahren haben bisher keine hinreichend wissenschaftlich fundierte Aussagekraft.